FAIR RADIO TUTZINGER ETHIK APPELL - für ein glaubwürdiges Radio

01.07.2009

Angenommen, Ihr Radio betrügt Sie. Würden Sie es wissen wollen?

FAIR RADIO startet Unterschriften-Aktion ″Für eine transparente Medienaufsicht″


Falls die Antwort auf die oben gestellte Frage bei Ihnen ″ja″ lautet, dann haben Sie leider Pech gehabt.

Denn im Moment haben Sie kaum eine Chance, von Betrügereien im Radio zu erfahren.

Ihre Unterschrift könnte das jetzt ändern.


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HINTERGRUND

TUTZINGER APPELL

für ein glaubwürdiges Radio (FAIR RADIO)


In Radioprogrammen wird heute nicht selten getrickst und betrogen, werden Hörer bei Gewinnspielen an der Nase herumgeführt und in Informationssendungen für dumm verkauft.

Wir - kritische Hörfunkjournalistinnen und –journalisten - fordern daher, die Glaubwürdigkeit unseres Mediums wieder zu stärken. Nur ein Radio, das seine Hörer nicht belügt wird als Medium im digitalen Zeitalter bestehen können!

Hiermit rufen wir alle Kolleginnen und Kollegen in privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern auf, folgende Leitlinien zu unterstützen und umzusetzen:

1.Recherche muss vor Schnelligkeit gehen.
2.Es wird nichts vorgegaukelt, was nicht tatsächlich so ist (der Reporter, der angeblich vom Ort des Geschehens berichtet, tatsächlich aber im Studio sitzt; der Verkehrsreporter, der vorgibt, aus einem Verkehrsflieger zu berichten)
3.Was nicht wirklich live ist, wird auch nicht als live verkauft.
4.PR-Beiträge gehören in den Werbeblock und nicht ins redaktionelle Programm.
5.Nachrichtensendungen werden nicht vorher aufgezeichnet.
6.Mogeleien bei Gewinnspielen sind tabu.

Ein glaubwürdiges Qualitäts-Radio muss wieder unser Ziel sein !

Ein „FAIR RADIO“ sind wir uns und vor allem unseren Hörerinnen und Hörern schuldig !

Teilnehmer der Tagung „Radio Zukunft 2010“, organisiert von der Akademie für politische Bildung, Tutzing, und der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn.

Liste der Unterzeichner



02.07.2009

Die Landesmedienanstalten, die Medienaufsicht und das Nord-Süd-Gefälle

Warum Hörer in Schleswig-Holstein mehr wissen als in Bayern


Oder auch:
Warum viele Landesmedienanstalten so ungern öffentlich über ″schwarze Schafe″ reden, obwohl das ihre Aufgabe wäre.
Wir haben einen Rundruf gewagt und sind überrascht.

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15.06.2009

PR im Radio und kein Ende

Auch die Deutsche Bahn drängte sich erfolgreich ins Programm


Nachzulesen bei www.blogmedien.de

Demnach haben Radio Hamburg und der Berliner Sender 94,3 rs2 ausführlich über und für die Bahn berichtet.

Einmal mehr hatte eine Agentur die Berichterstattung und Gewinnspiele eingefädelt.

Wann reagiert endlich jemand?
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03.06.2009

Rügen unter Verschluss

Wie die Landesmedienanstalten mit den FAIR RADIO- Beschwerden umgehen


Zehn Monate ist es her, da reichte FAIR RADIO Beschwerde bei den Landesmedienanstalten ein gegen diverse Radiostationen.

Unser Vorwurf:
Mangelnde Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten.

Offenbar zurecht. Denn in der Tat wurden mehrere Sender von ihren Landesmedienanstalten gerügt.

Doch komisch: Öffentlich erfahren darf das niemand!
Und selbst wir von FAIR RADIO als Beschwerdeführer mussten bis heute - zehn Monate! - auf eine offizielle Reaktion warten.

Unser Fazit:
Gelungenes Beschwerdemanagement und verlässliche Medienaufsicht sieht anders aus.

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