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bigFMs Morgenhans-Ersatz: Oli Pocher nur ein Live-Fake?

„Wie Mies der Sender doch geworden ist ein auf dicke Backen machen mit Pocher und was kommt .......AUFGEZEICHNETE ABSPIELUNGEN SO WAS VON SCHLECHT ( kotz ) .....machs gut Hansilein hör Dich über webradio“

Das schreibt User Ralf auf der Facebook-Seite von Ex-„Morgenhans“ Hans Blomberg, der jüngst von bigFM zu 104.6 RTL nach Berlin wechselte. bigFMs großer Coup: Blombergs ehemaliger Sidekick Susanka („Die schöne Tschechin“ – genau! Die, der der „Morgenhans“ beim Bundesvision Song Contest 2009 öffentlichkeitswirksam inszeniert an die Brüste gegrabscht hat.) wird jetzt von Comedian Oliver Pocher unterstützt. Laut Pressemitteilung des Senders sei Pocher Susankas Manager und Coach, der sie „noch schlagfertiger und fitter für die Welt der Medien, Shows und Stars machen“ soll. Dazu werde er „in der bigFM Morningshow täglich on-air zu hören sein“. Das ist er – unbestritten. Allerdings aufgezeichnet.

Ralf und andere Facebook-Fans laufen Sturm gegen Oliver Pocher bei bigFM, sie verstehen den Abgang „ihres“ Morgenmoderators nach Berlin nicht. Dabei schwingt viel Enttäuschung mit, bei einigen aber auch der Hinweis auf die Live-Fakes mit Oliver Pocher. Die bestreitet der Sender auf Nachfrage nicht. Pressesprecher Marc Mutert:

„Wir sind sehr darauf bedacht, diese Takes live zu schalten.“

Dazu habe bigFM Pochers Privatwohnung in Köln mit einem ISDN-Codec ausgestattet, damit er sich für seine Moderationen ins Studio einwählen könne. Immer klappe das aber natürlich nicht, weil Oliver Pocher ja auch noch eine Karriere neben seinem dreimonatigen PR-Auftritt beim Radio hat. Mutert erklärt:

„Dies führt dazu, dass es auch zu Aufzeichnungen kommt – aber diese sind die Ausnahme.“

Er schätze, dass vier von fünf Takes live seien. Nachgeguckt hat er dies aber nicht: „Ich vertraue da den Aussagen meines Programmchefs.“


„Live-Takes sind doch immer Live-Fakes!“ – oder nicht?

Ob Live-Takes oder Live-Fakes im Alltag überwiegen, können wir nicht beurteilen. Klar ist aber, dass den bigFM-Hörern nicht erklärt wird, ob Oliver Pocher gerade live in der Sendung ist oder sich noch einmal im Bett umdreht und neben seinem ISDN-Codec in seiner Kölner Wohnung weiterschläft.

„Kein Radiosender erklärt, ob ein Take live ist oder nicht – genau so wie bei Künstlerinterviews, die sind ja eigentlich auch nie live.“

Das glaubt und behauptet man bei bigFM auf fair-radio-Nachfrage. Und ein richtiger Moderator sei Oliver Pocher ja eh nicht, sondern nur Coach und Manager von Moderatorin Susanka. Für die Nach-Pocher-Zeit sucht der Sender gerade einen neuen Moderator – der dann wohl auch wieder täglich live im bigFM-Studio stehen dürfte.


Das sehen wir anders.

Live-Fakes sind Betrug am Hörer. Denn der weiß am Ende nicht mehr, was wirklich live und authentisch ist und was nur Inszenierung. So geht eines der wichtigsten Merkmale von Radio verloren: Glaubwürdigkeit. (Mehr Infos hier in unserem Ethik-FAQ.) Dabei sind Live-Fakes einfach und problemlos vermeidbar. Niemand erwartet, dass Oliver Pocher morgens live in einer täglichen Radiosendung auftaucht und ansonsten seine normale Karriere verfolgt. Auch Pochers Tag hat nur 24 Stunden und erfordert eine Grundmenge an Schlaf. Um so unnötiger, seine Hörer nicht einfach offen und aufrichtig zu informieren, wenn der Pocher nur aus der Konserve kommt. Dann klappts auch mit der Ethik – und dem Ralf.

0 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wieso ist das für den Hörer relevant ob er jetzt live zu hören ist oder nicht? Der Sender lügt seine Hörer nicht an und vor jeder Moderation dazu sagen ob sie live ist oder nicht, wirkt doch auch Panne. Ich schätze Fair Radio wirklich, aber man kann auch aus einer Mücke einen Elefanten machen…

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