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Kann ich mich als Moderator weigern, einen PR-Beitrag im redaktionellen Teil zu spielen?

Frage beim Ethik-Gespräch mit Volontären an der Evangelischen Medienakademie Düsseldorf. Die Antwort:

Sagen wir so: Man sollte. Eigentlich.  Doch gerade für freischaffende Moderatoren ist das nicht so einfach. Schließlich sind sie auf weitere Aufträge angewiesen. Sich einer redaktionellen Entscheidung zu widersetzen, ist deshalb nur was für Moderatoren mit gutem Standing und solche, die mutig sind.

Was genau in so einem Fall zu tun ist, hängt außerdem von der jeweiligen Redaktion und der Redaktionsleitung ab:

Ist sie offen für kritische Anmerkungen und ethische Fragen? Gibt es Gelegenheit zur offenen Diskussion?
Dann wäre es einen Versuch wert,…

  • das Thema einmal grundsätzlich anzusprechen. Zu fragen, inwiefern der Sender solche Beiträge einsetzen MUSS.
  • darauf hinzuweisen, dass der Einsatz solcher Beiträge journalistisch fragwürdig ist und der Glaubwürdigkeit schadet.
  • dass das Senden solcher Beiträge als Schleichwerbung gelten und damit strafbar sein könnte.
  • dass es im Widerspruch zum Rundfunkgesetz und der dort vorgeschriebenen Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten stehen könnte.

Ist die Redaktion solchen Diskussionen eher unaufgeschlossen?
Dann sollte man wenigstens versuchen, sich als Moderator so korrekt wie möglich zu verhalten und die Spielräume auszunutzen, die einem bleiben, zum Beispiel durch eine korrekte Anmoderation.

Creative
″FAQ Ethik im Hörfunk – FAIR RADIO antwortet″ von Sandra Müller, FAIR RADIO steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
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