Radio überholt sich selbst
Erstellt von Udo Seiwert-Fauti am 14. November 2011
Oder: Wie Macher ins Blaue senden und Hörer anderes wollen
Eine Behauptung von Udo Seiwert-Fauti
Wir alle kennen das: Radio als reines Radio ist tot, Radio muss ins Internet, im Internet überleben, Zusatzdienste anbieten, auf Apps und mit Apps vertreten sein und bitte….nie ein Beitrag länger als, nun ja, 60, 70, 90 Sekunden …aber längstens.
DER Hörer will nichts anderes, er will “nebenbei hören” und schon gar nicht will er Informationen lange zuhören. Um diesen Minimum- Radioansprüchen zu genügen, haben meist selbst ernannte Radioberater und Quoten- Statistiker das “Formatradio” erfunden. Es ist nicht etwa ein Radio mit Format, denn dieses Formatradio ist ausschließlich formatiert.
Wer in so genannten AKTUELL Sendungen länger als 2 Minuten redet….wenn es denn mal live ist ….erlebt Schweißausbrüche bei Moderatoren und Redakteuren, das Format wird empfindlich zer- und gestört. Alles kommt durcheinander, das SendeSCHEMA kommt ins Wanken.
Frage: was hat das alles noch mit einem lebendigen, ungewohnten und interessanten Radio zu tun? Weiterlesen »
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