TUTZINGER ETHIK APPELL – für ein glaubwürdiges Radio

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“Live” ist tot? Es lebe der Fake?

Erstellt von Sandra Müller am Sonntag 15. April 2012

Was lehrt uns die Diskussion um “Gottschalk live”? Hoffentlich das richtige.

Ich bin begeistert. Offenbar gibt es doch mehr Zuschauer/Hörer/User, die sich nicht hinters Licht führen lassen wollen. Die Tatsache, dass die Sendung aufgezeichnet war, und nur vorgab, live zu sein, haben Zuschauer aufgedeckt! Und in einer Online-Umfrage bei BILD gibt gut die Hälfte der Befragten an, dass sie es ziemlich “blöd” findet, eine aufzeichnete Sendung “live” zu nennen. Gut so.

Doch die Argumente, mit denen der Sender an dem “Live”-Zusatz im Namen festhalten will, sind uns bei fair radio nicht neu. Viele davon werden uns auch von Radiomachern dauernd vorgehalten:

1. Aufgezeichnetes sei nötig “aus Gründen der Sendesicherheit“.
2. Die Aufzeichnung soll den Moderator entlasten. Damit sollen ihm “Stress und Druck genommen werden“.
3. Anders als in Livesendungen müsse er dann nicht mehr sekundengenau die Werbung und die Wettermeldungen ansagen.

Schon klar. Aber ist es nicht Teil unserer Profession als Medienschaffende, eben auch live sicher, zuverlässig und zeitgenau zu senden? Das ist unser Job! Oder etwa nicht? Und wenn wir das nicht können, dann müssen wir es eben lernen oder es lassen. Jedenfalls dürfen wir es nicht live nennen, wenn es das nicht ist. So einfach ist das. Nein?

Dann mal anders gefragt: Was würden wir einem Bäcker antworten, der sagt: “Hm. Hefeteig. Das kann ich so schlecht. Ich hab jetzt mal Mürbteig gemacht. Das Ergebnis nenn ich trotzdem Hefezopf. Den Unterschied schmecken die meisten eh nicht.” Antwort: Wir würden berichten über den “Etikettenschwindler”. Und foodwatch würde den “Mogelzopf” vermutlich als Verarschung des Verbrauchers anpreisen. Zu Recht. Aber für uns Medienschaffende gelten ja offenbar andere Regeln.

Bei Gottschalk heißt es, es wäre zu teuer, den Namen, das Logo, das Design zu ändern. Außerdem sei “Gottschalk Live” ja ein “gelernter” Name. Ja klar. So wie alle Welt weiß, was Käse eigentlich ist und sich gerade deshalb verarscht fühlt, wenn man ihr Analogkäse als echten verkauft. Darüber haben wir doch auch berichtet. Empört berichtet. Denn ja: Da wurde das Vertrauen der Verbraucher missbraucht. Aber das Vertrauen der Zuschauer/Hörer/User? Das ist uns egal. Erstaunlicherweise. Dabei hieß es früher mal, davon würden Medien leben.

Aber na ja: “Live heißt ja auch Leben“, lehrt uns die Gottschalk-Sprecherin ohne Rücksicht auf die englische Rechtschreibung. Also: “Live” ist tot? Es lebe der Fake? Ich hoffe nicht.

 

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Public Value.

Erstellt von Administrator am Freitag 2. März 2012

Was soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk für die Gesellschaft leisten?
Ein Symposion des Initiativkreises Öffentlicher Rundfunk Köln

Moderation: Uwe Kammann

Freitag, den 09. März 2012,
10:15 – 17:15 Uhr

Hauptgebäude der Universität zu Köln, Hörsaal XIII
Albertus-Magnus-Platz, 50937 Köln

Mehr Informationen hier.

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Wer gut ausbildet, steht als Privatradio besser da.

Erstellt von Udo Seiwert-Fauti am Donnerstag 12. Januar 2012

Radiosiegel” für Privatradios – Bilanz und Vorschau nach der Premiere 2011

In dieser Woche hat der Arbeitskreis “Radiosiegel”, zu dem fair radio als Gründungsmitglied gehört, in Frankfurt Bilanz gezogen und umfassende Neuerungen beschlossen:

  1. 2012 werden die “Radiosiegel”-Preisträger während der “Frankfurter Hörfunkgespräche” geehrt. In einem neuen und besser passenden Rahmen.
  2.  

  3. Die beiden Landesmedienanstalten Hessen und Baden-Württemberg sind jetzt aktive Teilnehmer im Arbeitskreis, der den Wettbewerb um das “Radiosiegel” auch 2012 organisieren wird. Dies verleiht dem Radiosiegel, mit dem Privat-Sender für ihre gute/sehr gute Ausbildung von Volontären ausgezeichnet werden, ein neues Gewicht. Weitere Landesmedienanstalten werden in den nächsten Monaten informiert und sollen für das Vorhaben 2012 involviert werden. Das Radiosiegel soll dadurch noch attraktiver für Privatsender werden.
  4.  

  5. Aktuell ist die Arbeitsgruppe “Radiosiegel” dabei, noch klarer zu formulieren, was die Anforderungen für den Wettbewerb sind. Es geht darum, möglichst viele Privatsender davon zu überzeugen, dass das Radiosiegel ein Markenzeichen ist, mit sich aich für den eigenen Sender werben lässt. Das “radiosiegel” sol leine Aushänge-Schild werden.
  6.  

  7. Für 2012 wird die “Radiosiegel”-Jury neu zusammengesetzt und wahrscheinlich auf 3 Mitglieder begrenzt
  8.  

  9. Das grundlegende “Radiosiegel”-Konzept wird indes beibebalten: Auch 2012 haben Volontäre die Möglichkeit ihre Sender für das Siegel vorzuschlagen. Radioprofis besuchen dann die fürs Siegel infrage kommenden Sender, um anhand des öffentlichen Kriterienkataloges  die Sender zu überprüfen. Diese Bewertung und die Meinungen  der “Volos”  fließen dann in die Entscheidung der Jury ein.
  10.  

  11. Die Medienethik soll noch stärkeres Gewicht bekommen. Sie wird um eine Bewertungskategorie “Urheber- und Persönlichkeitsrecht” erweitert. Das haben die  Landesmedienastalten vorgeschlagen.
  12.  

Weitere aktuelle Infos – auch über die Preisträger 2011: Radio Erft, Radio RST und Radio Wuppertal -  gibt es direkt beim “Radiosiegel“.

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“Liebe Radiomacher, traut Euch mal anders zu sein….

Erstellt von Udo Seiwert-Fauti am Dienstag 3. Januar 2012

Radio: Mehr als "RhabarberRhabarber"?

Was junge Studenten und angehende Journalisten vom Radio erwarten.
Überraschende Antworten aus einem fair radio-Seminar.

Die gängigen Ansichten und Überzeugungen sind bekannt:

Junge bzw. jugendliche Hörer wollen im Radio nur Musik und möglichst wenig Informationen, sie können nicht länger als längstens “1 Minute Wort” zuhören und Radio ist natürlich nur ein Nebenbei-Hör-Medium.
Belegt werden diese Ansichten oft durch Statistiken und angebliche “Hautnah-am-Hörer-dran-Umfragen” der Medienforscher. Das vor diesem Hintergrund ein Radio nur ein “Formatradio” sein kann, ist doch wohl logisch, oder ?
 

Doch wer mit diesen Ansichten im Kopf auf die “harte Realität” trifft, beginnt sich zu wundern. Denn offensichtlich klaffen zwischen den Funkhausansichten und den Ansichten der jungen HörerInnen Welten.
Was die Radioplaner denken und meinen steht in Gegensatz zu dem, was ich z.B. während meiner Vorlesungen zu den Themen “Medienethik und Journalismus” an der srh Hochschule für Wirtschaft und Medien in Calw von den jungen StudentInnen zwischen 23 und 28 Jahren zu hören bekomme habe.

Ich habe die StudentInnen der Hochschule in Calw deshalb gebeten, ihre Forderungen an ein aktuelles Radio zu formulieren. Den Anfang machen Helma Hansmann und Susanne Renschler:
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FROHES FEST

Erstellt von Administrator am Samstag 24. Dezember 2011

Wir wünschen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und schöne Weihnachtsfeiertage.

Wir bedanken uns auch für die Unterstützung der Radiomacher und Radiohörer 2011. Sie haben uns auch in diesem Jahr gezeigt, dass es sich lohnt, für ein FAIR RADIO zu kämpfen.

Ihr Fair Radio Team

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Radio überholt sich selbst

Erstellt von Udo Seiwert-Fauti am Montag 14. November 2011

Oder: Wie Macher ins Blaue senden und Hörer anderes wollen

Eine Behauptung von Udo Seiwert-Fauti

Wir alle kennen das: Radio als reines Radio ist tot, Radio muss ins Internet, im Internet überleben, Zusatzdienste anbieten, auf Apps und mit Apps vertreten sein und bitte….nie ein Beitrag länger als, nun ja, 60, 70, 90 Sekunden …aber längstens.

DER Hörer will nichts anderes, er will “nebenbei hören” und schon gar nicht will er Informationen lange zuhören. Um diesen Minimum- Radioansprüchen zu genügen, haben meist selbst ernannte Radioberater und Quoten- Statistiker das “Formatradio” erfunden. Es ist nicht etwa ein Radio mit Format, denn dieses Formatradio ist ausschließlich formatiert.

Wer in so genannten AKTUELL Sendungen länger als 2 Minuten redet….wenn es denn mal live ist ….erlebt Schweißausbrüche bei Moderatoren und Redakteuren, das Format wird empfindlich zer- und gestört. Alles kommt durcheinander, das SendeSCHEMA kommt ins Wanken.

Frage: was hat das alles noch mit einem lebendigen, ungewohnten und interessanten Radio zu tun? Weiterlesen »

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Saubermänner mit schmutzigen Tricks?

Erstellt von Sandra Müller am Sonntag 30. Oktober 2011

Nach Antenne Bayern macht auch 89.0 RTL mit einem “Skandal” von sich reden. Beide instumentalisieren dabei die Hörer und lassen sich als Moralapostel feiern. Doch die Medien schweigen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Und die des Hörers? 89.0 RTL feiert sich als "Sauber-Sender"

 

Es soll ja immer noch Leute geben, die glauben: “Der Leikermoser ist ein Held.“ Und: „Das ist Zivilcourage.“ Denn Leikermoser, der Frühmoderator bei Antenne Bayern, hat sich heldenhaft geweigert, den Sexurlaub eines Hörers zu zahlen! Und das, obwohl die Spielregeln das angeblich verlangen und bei Weigerung Strafe droht. Mutig also, dieser Leikermoser. Die Kommentare auf facebook und youtube über ihn: geradezu Heldenhymnen.

Doch Leikermoser in München ist nicht der einzige aufrechte Radioheld dieser Tage: Auch bei 89.0 RTL in Halle lässt man sich von den Hörern derzeit als Retter der Moral feiern. Dort nämlich weigern sich die Radiomacher, einer Gewinnerin Geld für eine Abtreibung auszuzahlen. Mit denselben Argumenten, derselben Spielidee, derselben Empörungsmaschine. Jetzt ist die Frage: wer hat da bei wem geklaut? Weiterlesen »

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Radio: Vergessen? Oder schon aufgegeben?

Erstellt von Sandra Müller am Mittwoch 26. Oktober 2011

Oder anders gefragt: Warum wird über Live-Fakes im Fernsehen berichtet, nicht aber über den viel häufigeren Fake im Radio?

 

Der neueste Fall: Der Bericht von Dietrich Leder über einen [Edit 31.10.2011 inzwischen ist klar: vermeintlichen] Live-Fake beim Börsenbericht im ZDF-heute journal.

In der “Funkkorrespondenz”, einem Mediendienst aus Bonn, prangert er an: Das ZDF habe die Schalte zwischen Nachrichtenmann und Börsenfrau wie live inszeniert.

Und in der Tat. Auch der Mitschnitt in der Mediathek zeigt wie sich der Sprecher Heinz Wolf scheinbar seiner Kollegin Valerie Haller zuwendet, um mit ihr zu sprechen.

Doch blöderweise  Weiterlesen »

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Geht’s auch weniger pathetisch?

Erstellt von Sandra Müller am Mittwoch 19. Oktober 2011

Überlegungen zum Antenne Bayern-Gewinnspiel-Drama und seinem Helden

Die Aufregung bei Antenne Bayern ist groß. Geradezu atemlos. Ja, aufgelöst. So klingt jedenfalls das, was man als Hörer im Radio mitbekommt. Der Grund: Man hat ein Gewinnspiel veranstaltet. Hörer können Geld gewinnen. Antenne Bayern übernimmt täglich eine Rechnung. Welche, das wird jeden Morgen ausgelost. Wer sich dann rechtzeitig beim Sender meldet, gewinnt.

Doch plötzlich ist da ein Gewinner, der will sich seinen Sex-Urlaub in Thailand bezahlen lassen. Und Morgenmoderator Leikermoser ist empört: “Die Rechnung kann ich nicht übernehmen.” Und noch live auf Sendung und unmittelbar nachdem der überraschende Gewinner gezogen wurde, widerspicht ein Kollege. Man MÜSSE zahlen, sagt er. Schließlich stehe das so in den Teilnahmebedingungen. Weiterlesen »

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Die guten ins Töpfchen…

Erstellt von Udo Seiwert-Fauti am Freitag 7. Oktober 2011

…die schlechten am besten gar nicht senden. Leider gehen Live-Fakes aber doch immer wieder on air – und das geht nicht selten ordentlich schief, wie das jüngste Beispiel von SWR1 beweist:

Die Moderatorin von SWR1 Der Abend kommt ins Schwitzen – denn leider folgt ein Beitrag auf ihre Frage – und eben nicht die vermeintliche Live-Antwort des Gesprächspartners. Doof, wenn dann auch noch ein zweites Mal der gleiche Fehler passiert. Wer glaubt da noch, ein echter Gesprächspartner wartet darauf antworten zu können…?

Aber – wer immer nur meckert, kommt auch nicht weiter.
Deshalb hier noch ein Beispiel, wie es super funktioniert:

Ein Ausschnitt aus einem Interview mit Desireé Nosbusch – und zwar auch bei SWR1! Nosbusch war zu einem Überraschungsbesuch im Sender und Moderatorin Stefanie Anhalt hat sie kurzerhand am Vormittag interviewt. In Anhalts Sendung am Nachmittag wurde ein prima Gespräch gesendet – und nicht der Eindruck erweckt, Frau Nosbusch sei noch vor Ort.

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No politics – Werbung verboten

Erstellt von Martin Knabenreich am Mittwoch 21. September 2011

Glückwunsch! Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) hat einen Werbespot des Thüringer Bildungsministeriums gestoppt, mit der positive Stimmung für die neue Gemeinschaftsschule gemacht werden sollte.

“in südthüringen” berichtet über den Fall

Werbung für politische Ideen ist nicht unfair, schließlich findet sie sich in den Werbeblöcken wieder und ist klar gekennzeichnet. Der Hörer wird also nicht in die Irre geführt.

Damit wäre diese Meldung also kein Thema für FAIR RADIO! – Oder doch? Weiterlesen »

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“And the Winner is….” – Radiosiegel ging an drei Pivatsender aus NRW

Erstellt von Administrator am Montag 11. Juli 2011

Die ersten drei Radiosiegel gingen 2011 an:

Radio Erft, Rhein-Erft-Kreis, Wesseling
Radio RST, Kreis Steinfurt, Rheine
Radio Wuppertal

Mit dem Radiosiegel werden Sender auszeichnet, die ihren Radionachswuchs mit besonders guten Volontariaten auszeichnen. FAIR RADIO war durch Udo Seiwert-Fauti an der Entwicklung der Kriterien beteiligt. – Die Premieren-Verleihung hält er für gelungen. Doch es gibt auch Diskussionsbedarf, findet Seiwert-Fauti:

Vor vielen Monaten entstand die Idee im Evangelischen Medienhaus in Frankfurt. Viele  Monate und viele Mittwoch-Sitzungen später ist das Ergebnis Realität. Zum ersten Mal wurde das Radiosiegel an drei  Privat- Sender verliehen. Weiterlesen »

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FAIR RADIO-Expertise gefragt

Erstellt von Administrator am Dienstag 5. Juli 2011

Artikel über “PR im Hörfunk” in der neuen nr-Werkstatt

Selten sind Hefte über “PR im Journalismus” so schnell vergriffen wie die netzwerk recherche-Werkstatt “Getrennte Welten? Journalismus und PR in Deutschland”. Zum dritten Mal schon musste die Initiative den Band nun neu auflegen. Jetzt sogar in einer überarbeiteten Version und erstmals mit einem eigenen Kapitel über “PR im Radio”. Geschrieben hat es FAIR RADIO-Frau Sandra Müller. Das netzwerk recherche hatte FAIR RADIO und seine Expertise für dieses Thema angefragt. Deshalb unsere Leseempfehlung:

Radiosender? Werbesender! Wie PR oft ungefiltert ins Radio kommt. In: Getrennte Welten? Journalismus und PR in Deutschland. Hrsg. von netzwerk recherche e.V. / Mitherausgeber: Thomas Schnedler. Redakt. Mitarbeit: Prof. Dr. Thomas Leif, Prof. Dr. Volker Lilienthal. Wiesbaden, 2011. (nr-Werkstatt, Bd. 20) S. 13 – 17.

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Gepfistert

Erstellt von Katharina Thoms am Freitag 17. Juni 2011

oder: Ist Fake im Radio normal?

Der Skandal um die Reportage des Kischpreisträgers René Pfister ist noch frisch. Er beschrieb Ereignisse, die er nie erlebt hatte. Die Feuilletons waren voller Empörung. Eine Debatte über Qualitätsjournalismus entbrannte. Es war schließlich ein Spiegel-Artikel.
Dann trickst eine andere Preisträgerin ein bisschen und sagt das auch ganz unumwunden. Aber es interessiert niemanden. Ist ja auch nur Radio, also egal? Weiterlesen »

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Einfach erzählen, was passiert

Erstellt von Katharina Thoms am Dienstag 14. Juni 2011

Plädoyer einer ARD-Korrespondentin für die Live-Reportage

Die ARD-Kairo-Korrespondentin Esther Saoub hat sich in einem Interview für die Live-Reportage stark gemacht. In den Wochen der “Jasmin-Revolution” hätten Sie und Ihre Kollegen diese Live-Form wieder zu schätzen gelernt, sagt Saoub.
Sie spricht damit Fair Radio aus der Seele: Die Live-Reportage als neue alte Form des Radios, wie die Korrepondentin sie bezeichnet. “Erzählen, was passiert – um uns herum und direkt” – so hätten sie unmittelbar das Weltgeschehen transportieren können: “Die ideale Form des Journalismus”, sagt Saoub.

Fair Radio ist da ganz ihrer Meinung!

Kairo-Korrespondentin Saoub zu Livereportagen, Ausschnitt aus einem ARD-Interview

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