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Ein FAIR-RADIO-Unterstützer fragt...

FAIR RADIO




Ein FAIR-RADIO-Unterstützer schreibt:
Vielen Dank für das Beispiel.

Aber wie erkennt man denn, dass das ein Fake war (abgesehen davon, dass in den meisten Postämtern um 17:47 Uhr auch ohne Streik nicht gearbeitet wird)?


Antwort von FAIR RADIO:

In der Tat ist so ein Fake oft sehr schwer zu erkennen. Auch das genannte Beispiel bei SWR1 ist in dieser Hinsicht ziemlich ″gut″ gemacht.

Hinweise auf einen Live-Fake sind aber zum Beispiel:
  • Mini-Umfragen mit mehreren Gesprächspartnern, die - oh Wunder - direkt hintereinander weg kurz und knapp antworten (auch im vorliegenden Beispiel zu hören). In der Realität funktioniert das live nicht so reibungslos.
  • Schnitte - vor allem in den Antworten der Gesprächspartner - zu hören oft allerdings nur mit Erfahrung. Im vorliegenden Beispiel erkennt man wohl nur als Profi einen Schnitt in der vorletzten Antwort. Etwas deutlich ist das geschnittene Ende zu hören vor der Abmoderation.
  • Apropos Abmoderation: Kommt die all zu schnell, nach der angeblichen Live-Einblendung des Reporters, ist Verdacht berechtigt. Bei einer echten Einblendung muss der Moderator schließlich auf das Stichwort ″von draußen″ warten oder auf die Rückgabe ″ins Funkhaus/Studio″. Das geht nicht so holterdipolter wie im Beispiel.
  • Und noch ein Hinweis: Sind ″Live-Einblendungen″ mit Gesprächspartnern vor Ort bei einem bestimmten Sender auffällig oft ähnlich lang oder gar ″knackig kurz″, dann liegt nahe, dass da schon jemand vorab mit der Schere dran war, um das vorgegeben Format einzuhalten (1:30/2:00/2:30). Denn ein Reporter hat zwar bei einem ″Alleingang″ seine vorgegebenen Formatlängen im Gespür. Sobald mehrere Gesprächspartner vor Ort dabei sind schafft aber selbst der beste Reporter nicht immer eine Punktlandung. Und alles was unter 1:30 ist, ist unter live-Bedingung vor Ort kaum zu schaffen. Um das zu enttarnen müsste der Hörer aber schon mit der Stoppuhr vor dem Radio sitzen.
Fazit: Man hat kaum eine Chance als Hörer. Außer natürlich man wird vor Ort Zeuge eines solchen Betrugs und das ist bei der Häufigkeit solcher ″Vergehen″ gar nicht so unwahrscheinlich.

Schließlich ist es genau das, was uns Sorgen macht: Dass Radio nur noch als Betrugsmedium wahrgenommen wird.

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