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Jaja, der heilige Gral
Frank M., Journalist, Irgendwo (22.12.2009)
Jeder Redakteur, der eine 'Seite zu machen' oder eine Sendung gestalten muss, strebt ein 'rundes Ergebnis' seiner Arbeit an - der Themenmix, der Infogehalt, die Art der Informationsaufbereitung, dass alles soll zu seinem Heft, seiner Sendung 'passen'. Und wir, die Leser und Hörer, honorieren das mit unserer Aufmerksamkeit. Aber - wo soll der Redakteur sein 'Zeug' hernehmen?
Für's selber noch Beiträge machen, bleibt kaum Zeit, für tolle, gut gemachte und aufwändig geschriebene/produzierte Beiträge hat er kaum Etat. Also nimmt er in seine Auswahl auch erst mal mit auf, was nichts kostet. Das kommt mit rein, wenn's 'passt' und seinen journalistischen Kriterien standhalten kann....
Und wir? Wir hören gern Radio - dauernd, und beileibe nicht nur das gebührenfinanzierte Öffentlich-Rechtliche, (abgesehen davon: kennt Ihr deren Honorare?) um gut unterhalten zu werden oder uns informiert zu fühlen. Und wir lesen gern - auch im Internet mit dem gleichen Ziel. Aber alles bitte doch immer hübsch für 'umme' - oder wie ist es um die Zahlungsbereitschaft der Publikumsmehrheiten im 'Informationszeitalter' bestellt. Was scheren uns denn die, die die Infos 'ranschaffen' und aufbereiten???
Unternehmen, Verbände, Institutionen et. al. haben ein Interesse, bestimmte Informationen zu verbreiten, auf sich aufmerksam zu machen etc. und das ist erst mal legitim. Dass sie/ihr Produkt das alleinzig Weltbeste ist, wollen und dürfen sie auch verbreiten - in entsprechend gekennzeichneter und bezahlter Werbung.
Und Informations- oder Aufmerksamkeitsinteresse darüber hinaus? Dazu treiben sie eben Pressearbeit. Manche auch in Audioform. Und wie sie damit - also mit der Art der Infos, der Art der Aufbereitung etc. - bei den Medien 'landen', hängt sehr von der Qualität der Aussendungen ab. Wenn Sie gut gemacht sind - sprich, das Thema eine gewisse aktuelle Relevanz haben, journalistisch gut aufbereitet sind, und eben nicht so 'peerrig' oder werblich, dass es den verantwortlichen Redakteur gruselt, kommen sie 'rein'. Muss der für die Seite/Sendung verantwortliche Redakteur entscheiden - bei einer Auswahl ihm verfügbarer - kostenpflichtiger und unentgeltlicher - Quellen. Denn er muss und will eine ansprechende gute Seite/Sendung machen, hat dafür kaum Geld und Leute. Was auch was mit der Kostenlosigkeit seiner Sendung zu tun hat - die wir sooo (also für 'umme') ja alle gern wollen - aber dafür zahlen???
Mal abgesehen davon, dass es auch in den ör-TV-Programmen, wo für 'Berücksichtigung' bestimmer 'Interessen' Themen oder Produkte Geld geflossen ist- auch in Infoprogrammen (siehe Marienhof, hr-Sport-Emig etc.) - liegt hier tatsächlich ein Skandal - denn für diese Programme haben wir bezahlt.
Aber alles andere? Heute ist doch alles privatwirtschaftliche auf Gewinnmaximierung getrimmt - auch im Medienbereich. Wissen wir alle. Aber hier rumjaulen, und den heiligen Gralshüter spielen, 'Kollegen anscheißen' - das ist an Hybris einfach kaum zu überbieten. Oder zahlt Ihr für alles, was Ihr konsumiert, auch einen entsprechenden Preis?
Da nämlich würde die Fairness anfangen - aber was nicht ins Konzept passt oder wohlfeil ist, kann der Intellekt ja hübsch ausblenden, nicht wahr!?!
Zum Kotzen, diese Form von selbsternannter - um nicht zu sagen - anmaßender 'Aufpasserschaft'. Und für meinen Geschmack verlogen bis Anschlag.
Macht nicht auch die Bundeszentrale bezahlte Radio-PR? Ach so, die stehen ja auf der Seite der 'Guten' (und sind ja auch, je nach politischen Vorzeichen, von jedwedem Parteiinteresse unbeeinflusst, jaja) Wie sagen die Bremer: Man kann jeden Scheiß begründen.....
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