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″Und was heißt das ganz praktisch?″
FAIR RADIO antwortet Hörfunk-Volontären in Düsseldorf
13.12.2009
″Klingt ja alles prima, was da im Tutzinger Appell steht. Aber wie setz ich das jetzt um?″
Das wollten zwölf junge Radiomacher in Ausbildung an der Evangelischen Medienakademie in Düsseldorf am 10.12. genauer wissen und machten dafür sogar Überstunden.
Erst nach knapp zwei Stunden waren die wichtigsten Fragen im Expertengespräch mit FAIR RADIO-Frau Sandra Müller geklärt:
1. Warum soll man eigentlich keine Live-Fakes machen? Interessiert es die Hörer wirklich, ob live oder nicht live gesendet wird?
2. Es sind aber doch nicht alle Themen für Live-Geschichten geeignet?
3. Wie lassen sich aufgezeichnete Interviews korrekt anmoderieren? Nur mit: ″Dieses Gespräch haben wir vor der Sendung aufgezeichnet″?
4. Was, wenn wir ein Gespräch für die Frühsendung wollen, der Gesprächspartner aber am Morgen keine Zeit hat?
5. Warum soll man eigentlich keine Nachrichten aufzeichnen?
6. Wir machen aber Regionalnachrichten, die in ein Mantelprogramm eingeblendet werden. Ist es da nicht besser, wenn die kurz vorher aufgezeichnet versprecherfrei rüberkommen und passgenau fertig sind, ohne den nächsten Musiktitel zu versauen?
7. Was tun, wenn mich meine Redaktion beauftragt, nach einem Gerichtsprozess O-Töne von Angehörigen eines Opfers zu holen, ich das aber nicht möchte?
8. Was kann ich gegen unethische Arbeitsweisen und Anforderungen meiner Redaktion tun, ohne als freier Mitarbeiter gleich damit rechnen zu müssen, keine Aufträge mehr zu bekommen?
Eine Zusammenfassung der Antworten von Sandra Müller - zum Teil mit Ergänzungen, zusätzlichen Beispielen und weiterführenden Links.
1. Warum soll man eigentlich keine Live-Fakes machen? Interessiert es die Hörer wirklich, ob live oder nicht live gesendet wird?
Das ist so ähnlich wie mit der Zutatenliste auf der Tiefkühlpizza:
Die kuckt sich auch nur eine Minderheit an. Und doch hat jeder ein Recht darauf zu erfahren, was drin ist.
Und ob Radio oder Pizza: in beiden Fällen wird's dann spannend, wenn auch die zunächst Uninteressierten mitbekommen, dass da was nicht stimmt. Denn gefälschter Käse auf der Pizza oder gefälschte Interviews im Radio - beides können sich viele zunächst gar nicht vorstellen. WENN sie es dann aber erfahren, sind sie nicht selten empört - zumindest aber desillusioniert.
Wer zum Beispiel bei Studioführungen die erstaunten Gesichter der Besucher sieht, die mitbekommen, wie die Moderatorin einem angeblichen Gast eine Frage stellt, die Antwort dann aber per Knopfdruck einspielt, der kennt die Reaktion: ″Ach. Da ist gar niemand da? Sooo geht das?″
Der nächste Schritt ist dann nicht mehr weit: ″Die beim Radio. Da ist eh alles inszeniert.″
Als Radiomacher verspielt man so schnell seine Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Hörer. Die aber sind die Grundlage unserer Arbeit.
Live-Fakes halten wir von FAIR RADIO außerdem für besonders problematisch, weil live zu senden DIE Stärke des Hörfunks ist. Kein anders Medium kommt seinen Nutzern so nahe wie der ″Echtzeit-Begleiter″ Radio.
Eben deshalb wird diese Authentizität so gerne vorgetäuscht. Aber gerade dadurch zerstört man sie. Ebenso wie das Vertrauen der Hörer.
Der Etikettenschwindel lohnt sich also nicht, ist umgekehrt aber einfach zu vermeiden.
Siehe dazu auch Frage 3...
2. Es sind aber doch nicht alle Themen für Live-Geschichten geeignet?
In der Tat. Und deswegen fordet FAIR RADIO auch NICHT: Alles muss live sein.
Sondern: Was für live ausgegeben wird, muss live sein.
Alles andere wäre wirklichkeitsfremd. Ein Hörfunkprogramm ohne Aufzeichnungen und Vorproduktionen lässt sich nicht machen.
Dennoch haben wir den Eindruck, dass viele Radiomacher gerne vorschnell auf Aufzeichnungen ausweichen. Und warum? Weil die selbst gesetzten Produktionsbedingungen oft wichtiger sind als die Aufrichtigkeit gegenüber dem Hörer: Man will gerne live wirken, aber auch die Formatlängen einhalten, nicht länger werden als ″Einsdreißig″, den Wortanteil im Griff haben und man hält das Live-Gespräch für potenziell langweilig und riskant.
Doch ein Live-Interview ist nicht nur tendenziell ″gefährlich″ und länger als uns unser Format erlaubt. Es ist auch eine Chance, Dinge auf Sendung zu bringen, die da sonst nie hinkämen.
Das setzt natürlich voraus, dass die Reporter und Moderatoren ihr Handwerk verstehen und entsprechend ausgebildet werden.
Stattdessen verstecken wir Radiomacher uns gern hinter dem Satz: ″Das ist nicht machbar″.
Die Gefahr dabei ist bereits sichtbar: Die Macher der Morgenmagazine im Fernsehen laufen uns als ″Live-Journalisten″ den Rang ab. Und das obwohl das ″Live dabei sein″ mal DIE Stärke des Hörfunks war.
3. Wie lassen sich aufgezeichnete Interviews korrekt anmoderieren? Nur mit: ″Dieses Gespräch haben wir vor der Sendung aufgezeichnet?″
Natürlich wäre das die klarste Form der Anmoderation. Doch zugegeben: Sie klingt sperrig.
Wer es gerne flüssiger und gefälliger möchte, hat viele Alternativen.
Beispiele und Ideen:
In Musterburg fehlt Geld, viel Geld. Und schuld ist die Wirtschaftskrise. Denn bei den Haushaltsberatungen gestern abend ist klar geworden: die Steuerausfälle der nächsten Jahre werden größer als anfangs gedacht. Bis 2013 schrumpft nach neuesten Schätzungen allein die Einkommenssteuer um 30 Millionen Euro. Was das für Folgen hat, darüber habe ich mit Oberbürgermeister Max Mustermann gesprochen.
Der Einspieler beginnt mit der Frage des Interviewers: ″Herr Mustermann, 30 Millionen Euro Ausfälle allein bei der Einkommenssteuer? Ist das das Aus für die versprochenen kostenlosen Kindergartenplätze?″ Dann folgt das normale Gespräch...″Aber irgendwo muss doch dann gekürzt werden? Wo?″ usw.)
...Ob sich die Stadt da die versprochenen kostenlosen Kindergartenplätze leisten kann? Das habe ich OB Mustermann gefragt.
Einspieler beginnt mit Antwort OB
...Dennoch soll es ab kommendem Jahr kostenlose Kindergartenplätze für alle Kinder in Musterburg geben. Das hat OB Mustermann versprochen. Und dieses Versprechen will er nicht aufgeben.
Einspieler beginnt mit Antwort OB
....Doch OB Mustermann gab sich zuversichtlich. Zitat: ″Das mit den kostenlosen Kindergärten kriegen wir hin.″
Einspieler beginnt mit Antwort OB
...Und deshalb muss jetzt gespart werden. Allerdings nicht bei den Kindergärten, wie OB Mustermann im Interview mit uns/im Gespräch mit mir betont hat.
Einspieler beginnt mit Antwort OB
...Garantiert nicht gespart werden soll aber an den städtischen Kindergärten, so der Oberbürgermeister.
Einspieler beginnt mit Antwort OB
Variationen gibt es viele.
Entscheidend ist, dass wir dem Hörer nicht vorgaukeln, dass da ein Live-Gespräch stattfindet, sondern klar kennzeichnen, dass der Oberbürgermeister eben nicht gerade jetzt im Studio sitzt.
Tabu sollten deshalb Formulierungen sein wie:
Bei mir im Studio: OB Mustermann. Bedeutet das Finanzloch jetzt das Aus für die versprochenen kostenlosen Kindergartenplätze?
oder
Frage an OB Mustermann: ....
oder gar die aufgezeichnete Begrüßung:
Hallo, Herr Mustermann.
Und selbstverständlich sollte ein aufgezeichnetes Interview nicht explizit als live ausgegeben werden.
Siehe dazu auch Frage 1...
Eine gute Form, ein aufgezeichnetes Gespräch korrekt zu präsentieren kann bei einem Kurzinterview übrigens auch die O-TON-Moderation sein.
4. Was, wenn wir ein Gespräch für die Frühsendung wollen, der Gesprächspartner aber am Morgen keine Zeit hat?
Dann sollte - wenn irgendmöglich - der Frühmoderator selbst das Gespräch aufzeichnen.
Idealerweise sollte es dazu in jeder Redaktion eine Zeit am Nachmittag oder Abend geben, in der der Frühmoderator noch mal für Voraufzeichnungen zur Verfügung steht. Dann kann er morgens sein eigenes Interview anmoderieren.
Siehe dazu auch Frage 3...
Klappt das nicht, muss ein Dritter das Gespräch führen. Als korrekte Präsentation am Morgen käme in Frage:
- die Anmoderation eines aufgezeichneten Gesprächs: ″Kollege y hat mit z gesprochen...″ - Leider hölzern und nicht sehr Anchorman-orientiert.
- die O-TON-Moderation mit Auschnitten aus dem aufgezeichneten Interview. Das heißt: der Frühmoderator präsentiert die wichtigsten Aussagen aus dem Gespräch. - Eine zeitsparende und pointierte Möglichkeit.
- ein gebautes Stück, in dem der Redakteur, der das Gespräch geführt hat, die Aussagen mit O-Tönen zusammenfasst. - Diese Form bietet zusätzlich die Möglichkeit einer hintergründigen, mit Fakten angereicherten Einordnung und kann vorproduziert werden.
- das morgendliche Kollegengespräch mit dem Redakteur, der die Infos eingeholt hat. - Eine Lösung, die sich vor allem bei anspruchsvollen Themen anbietet, weil sich nicht nur Infos aus EINEM Gespräch, sondern möglicherweise noch weitere Infos in lockerer Form und hintergründig präsentieren lassen. Der Hörer erlebt einen kompetenten Redakteur im Live-Gespräch.
Generell gilt aber auch: Beim Rekrutieren von Interviewpartnern ruhig selbstbewusst auftreten. Viele Hörfunk-Redaktionen verkaufen sich da unter Wert.
Warum denn nach dem Vorgespräch nicht mal anklingen lassen: Wir machen Interviews morgens - zur Prime-Time mit den meisten Hörern(!) - immer und ausschließlich live. Gerade im Lokalfunk, wo Gesprächspartner aus dem nächsten Umfeld kommen, hat die Oberbürgermeisterin nach solchen Ansagen dann vielleicht doch mal für fünf Minuten kurz vor sieben Uhr Zeit. Und wenn sie erst um kurz vor neun Uhr kann, wäre das ja auch ein gelungener Kompromiss.
5. Warum soll man eigentlich keine Nachrichten aufzeichnen?
Nachrichten sind der Inbegriff der Aktualität und Hörfunk-Seriosität. Und so lange sie mit dem Duktus der Aktualität und dem Verweis auf genaue Uhrzeiten wie live präsentiert werden, müssen sie auch live sein.
Wenn der Hörer erst mal zweifelt, ob das, was da erzählt wird, wirklich aktuell ist, leidet die Glaubwürdigkeit des ganzen Senders.
Das belegen Rückmeldungen, die wir bei FAIR RADIO bekommen und Einträge bei radioforen.de.
6. Wir machen aber Regionalnachrichten, die in ein Mantelprogramm eingeblendet werden. Ist es da nicht besser, wenn die kurz vorher aufgezeichnet versprecherfrei rüberkommen und passgenau fertig sind, ohne den nächsten Musiktitel zu versauen?
Das ist ein legitimes und wichtiges Anliegen.
Es gibt aber auch Lösungen für weiche Übergänge von Regionalnachrichten ins Mantelprogamm, die OHNE Aufzeichnungen auskommen.
Backtimer zum Beispiel mit einer ″Pufferzone″, in der eine Sprecherin ″in Ruhe″ fertig werden kann
Voraussetzung sind natürlich Mitarbeiter, die so geschult werden, dass sie solche Verfahren beherrschen.
Ob kurz vorher aufgezeichnete Regionalnachrichten wirklich besser klingen als eine konzentrierte Live-Präsentation, ist außerdem erst noch zu klären.
Erfahrungsgemäß sind so knapp einzupassende Aufzeichnungen ebenso fehleranfällig wie eine echte Live-Nachrichtensendung - dann zum Beispiel wenn noch eine aktuelle Verkehrsmeldung mit eingebaut werden soll.
Entscheidend für gut präsentierte Regionalnachrichten ist deshalb nicht die Aufzeichnung, sondern Personal, das sein Handwerk beherrscht und konsequent für die Live-Präsentation (mit Backtimer) am Mikrofon geschult wurde.
7. Was tun, wenn mich meine Redaktion beauftragt, nach einem Gerichtsprozess O-Töne von Angehörigen eines Opfers zu holen, ich das aber nicht möchte?
In diesem und ähnlichen Fällen gilt der alte Spruch: ″Journalisten sind auch Menschen″.
Leider verdrängen sie das oft, und tun dann in ihrer Rolle als Journalisten, Reporter oder Moderatoren Dinge, die sie privat für verwerflich halten.
Der Respekt vor dem Gegenüber, die Frage ″Würde ICH in dieser Situation jetzt ein Mikrofon unter die Nase bekommen wollen?″ sollte aber zum Grundrepertoire eines jeden Reporters gehören. Ebenso Höflichkeit und Feingefühl.
Außerdem sollten Reporter sich Grundkenntnisse aneignen über den richtigen Umgang mit möglicherweise traumatisierten Menschen.
Tatsächlich kann man als Reporter da auch Schaden anrichten. Beim Gegenüber UND sich selbst.
Das eigene Gewissen und Empfinden ist also durchaus erst einmal eine Richtschnur und insofern gilt eben: ″Mensch bleiben″.
Im konkreten Fall könnten aber auch weitere Erkundigungen helfen, sachlich zu begründen, ob ein Gespräch angemessen ist oder nicht. Das wiederum kann dann auch helfen, die Entscheidungen in der Redaktion zu begründen:
- Sind die Angehörigen und möglichen Gesprächspartner in psychologischer Betreuung?
- Raten die Betreuer von einem Gespräch ab? Oder halten sie es für unbedenklich?
- Suchen die Angehörigen selber die Medien?
- Welchen Eindruck hat der Anwalt (die Angehörigen sind ja oft Nebenkläger) von der psychischen Situation seiner Mandanten und möglichen Gesprächspartner?
- Gibt es Zeugen- oder Prozessbetreuer, die die Situation einschätzen können?
Je nach Auskunft sind dann auch Kompromisse möglich: Man führt als Reporterin ein Gespräch mit den Angehörigen, zeichnet aber nicht auf, sondern lässt die Eindrücke und Aussagen in einen Beitrag einfließen.
Für Aufträge, die den eigenen ethischen Vorstellung komplett entgegen stehen, sollte man sich als Reporter indes nicht hergeben.
Ein guter Gradmesser ist da oft die Frage: Würde ich wollen, dass meine Familie/meine Freunde wissen, was ich da mache/gemacht habe?
Oder: Wie sehr und wie lange würde es mich belasten, wenn ich das mache?
Oder eben ganz grundsätzlich: Kann ich das mit meinem Gewissen vereinbaren?
Solche Gewissensentscheidungen sind in der Redaktion zwar oft schwer zu vermitteln, sollten aber auf jeden Fall besprochen werden.
Siehe dazu auch Frage 8...
8. Was kann ich gegen unethische Arbeitsweisen und Anforderungen meiner Redaktion tun, ohne als freier Mitarbeiter gleich damit rechnen zu müssen, keine Aufträge mehr zu bekommen?
Das ist in der Tat eine schwierige Frage. Denn steckt man als Reporter, Moderatorin oder Nachrichtenmacher erstmal in einer Situation, mit der man sich nicht wohl fühlt, sind ethische Fragen oft nicht mehr ohne Emotionen zu debattieren.
Grundsätzlich gilt deshalb: Ethische Fragen in der Redaktion am besten schon dann ansprechen, wenn sie nicht akut sind. Zum Beispiel:
- Warum zeichnen wir so viel auf und geben das als live aus? Gäbe es nicht andere Möglichkeiten?
- Ist es nicht eigenartig, dass unser Frühmoderator nur noch Fragen auf Lücke stellt, aber selber keine echten Gespräche mehr führt?
- Warum muss ich diese von Firmen bezahlten Beiträge wie journalistische Stücke anmoderieren? Ist das nicht illegal?
- Warum laufen unsere Gewinnspiele weiter, auch wenn längst ein Hörer die richtige Antwort auf den AB gesprochen hat?
Zugegeben: Das sind naive Fragen. Aber gerade Volontäre können solche Fragen stellen. Und nicht selten rütteln sie damit alte Kollegen wach, die bequem und unachtsam geworden sind. Steter Tropfen höhlt da bisweilen den Stein. Und wenn schon nicht in großer Runde, so lassen sich diese Fragen doch vielleicht mal unter Kollegen ansprechen. Denn der Kontakt, der Austausch und die Beratung mit Kollegen, die ähnlich ticken, ist das A und O (gerne auch bei FAIR RADIO).
Wer merkt, dass er mit grundsätzlichen Diskussionen in seiner Redaktion auf Granit beißt, sollte wenigstens für seine eigene Arbeit versuchen, so korrekt wie möglich zu bleiben. Oft geht da mehr, als man zunächst vermutet - zum Beispiel bei der Anmoderation aufgezeichneter Interviews.
Siehe dazu auch Frage 3...
Wer dennoch zu Dingen angehalten wird, die ihm unethisch erscheinen, muss selber wissen, wo er die Grenze zieht.
Wichtig ist dabei, nicht vorschnell aufzugeben nach dem Motto: ″Das MUSS ich machen, sonst wars das mit dem Job.″
Auch da ist oft mehr möglich als gedacht: Angenommen zum Beispiel, man soll als Reporter O-Töne auf einer Beerdigung von Amoklauf-Opfern holen, möchte das aber nicht und ahnt, dass ethischen Gründe in der Redaktion nicht zählen würden. Dann könnte doch eventuell eine Autopanne auf dem Weg dorthin den Reporter retten.
Zugegeben: eine Notlösung. Im Zweifelsfall aber geht - meiner Ansicht nach - eigene ethische Unversehrtheit vor falsch verstandenem Redaktionsgehorsam. Auch das ist eine Grenze, die jeder mit sich selbst ausmachen muss.
Spätestens wenn es um wirklich illegale Praktiken geht (Schleichwerbung, Bestechlichkeit, Betrug bei Gewinnspielen...) geht es aber natürlich nicht ohne die Hilfe von einschlägigen Organisationen: ver.di, djv, die Landesmedienanstalten. Als erste vertrauensvolle Station steht dann auch FAIR RADIO zur Verfügung.
Sandra Müller

″FAQ Ethik im Hörfunk - FAIR RADIO antwortet″ von Sandra Müller, FAIR RADIO steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
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