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Reaktion von FAIR RADIO
auf Radio-Kolumne BITTER LEMMER
28.12.2008
Christoph Lemmer hat auf radioszene.de seine Bedenken in Bezug auf die Nominierung der Initiative für den Goldenen Prometheus geäußert.
FAIR RADIO mit der Reaktion auf diesen Artikel...
Eins vorweg:
Auch wir wissen nicht, ob wir den Preis verdient haben. Wir haben uns weder um ihn beworben noch wissen wir, wer uns dort vorgeschlagen hat. Wir wissen aber, dass der Hörfunk in Deutschland dringend klare Spielregeln und eine Diskussion über sein Selbstverständnis nötig hat. Dafür HABEN wir uns eingesetzt. Und dafür WERDEN wir uns einsetzen.
Zu den Anmerkungen von Herrn Lemmer im Einzelnen:
1. Udo Seiwert-Fauti mit dem genannten Beispiel PR-Arbeit zu unterstellen, ist recht fantasievoll.
Denn dass Mitarbeiter eines bestimmten Senders über bestimmte Entwicklungen in ″ihren″ Häusern schreiben und sprechen, ist in Fachmagazinen und auf Seminaren üblich und gute Praxis.
Genau in diesem Zusammenhang wurde der genannte Artikel auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung
verlinkt. Um das zu erkennen, hätte ein Klick genügt (siehe Link unten).
Ganz allgemein scheinen uns solche Artikel in keiner Weise verwerflich, so lange klar ist, WER mit welchem Hintergrund schreibt. Das ist in diesem Fall klar gekennzeichnet.
Dass Udo Seiwert-Fauti außerdem schon seit einigen Jahren nicht mehr bei der BBC arbeitet, sei deshalb nur am Rande bemerkt.
2. Zu den Vorwürfen gegen Max Foerster haben wir bereits an
anderer Stelle Stellung genommen. (siehe Link)
3. Die Vorwürfe gegen einzelne Unterzeichner nehmen wir hiermit zur Kenntnis.
Dass sie in Ihrer Bedeutung nicht immer den Erwartungen von Herrn Lemmer entsprechen, bedauern wir.
Wir dagegen freuen uns über jeden, der sich ÖFFENTLICH und NAMENTLICH zu den Grundsätzen bekennt.
Die Idee der Unterzeichnerliste war es ja, ein Netzwerk von ähnlich Denkenden zu ermöglichen, Ansprechpartner zusammenzubringen und Diskussionen anzuregen.
Dazu gehören auch aufgeschlossene und interessierte Hörer. Dass Herr Lemmer sie als
unerheblich abtut, sagt mehr über ihn als die Unterzeichner. Wir dagegen wissen, dass viele der Hörer, die dort unterzeichnet haben, mit einem kritischen Ohr Radio hören und sich aktiv für ein FAIR RADIO einsetzen.
Erstaunlich bleibt auch, mit welcher Mathematik Herr Lemmer zu dem Ergebnis kommt, unter den Unterzeichnern sei nur ″eine Handvoll Radiomacher, die tatsächlich Radio machen″. Wir kommen zu einem anderen Ergebnis.
Es sei zugestanden, dass wir bisweilen möglicherweise Applaus aus der ″falschen″ Ecke bekommen.
Es sei auch zugestanden, dass wir von Unterzeichnern keinen Lebenslauf verlangen und sie nicht immer persönlich kennen. Ihren Hintergrund können wir nicht immer zuverlässig einschätzen. Wir wissen und erfahren gerade, dass das ein Problem sein kann.
Bislang haben wir unsere Engagement in (vermeintlich?) wichtigere Dinge, gesteckt.
Möglicherweise müssen wir das ändern.
Außer Frage aber bleibt für uns:
Die Initiative hat die richtigen Ziele. Wir sprechen Themen an, die dringend diskutiert werden müssen. Wir legen den Finger in Wunden, an die sonst niemand mehr zu rühren wagt. Die (bisweilen unsachliche) Heftigkeit der Vorwürfe gegen uns, erklärt vielleicht, warum.
Doch wir bleiben dabei:
Unser Tutzinger Appell formuliert die richtigen Grundsätze, um Fehlentwicklungen im Hörfunk entgegen zu wirken.
Es wäre schön, wenn mehr Kollegen das anerkennen und sich dafür einsetzen könnten.
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KOMMENTAR
Xyflieger
Kommentar von Michael Vogel, Radiohörer, Frankfurt am Main
Ich möchte zuerst einmal klarstellen, dass ich nicht, wie von Xyflieger behauptet, Herr Foerster bin. Meine Anschrift können Sie dem Impressum meiner Webseite www.und-taeglich-gruesst-das-murmeltier.de entnehmen. Desweiteren finden Sie meine Forderung nach einem Punkt 7 im Tutzinger Appell unter http://www.fair-radio.net/start.php?content=artikel&aid=123.
Vielleicht hat Herr Kinski recht mit der Vermutung, dass alle mal kräftig durchatmen sollen.
Es ist klar, dass einige Texte und Aussagen der Fair-Radio-Gründer zu Missverständnissen führten. Und es ist die Aufgabe von Journalisten wie Herrn Lemmer und Frau Lange auf diese Ungereimtheiten aufmerksam zu machen. Es ist ihr Job. Aber es ist auch das gute Recht von Herrn Foerster und Herrn Seiwert-Fauti diese Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.
Es ist jedoch schon komisch, dass sich ausgerechnet das Fußvolk - die Radiomacher und Journalisten - gegenseitig in die Pfanne hauen, während die Verantwortlichen das Radio zugrunde richten. Ausgerechnet die Menschen, die am wenigsten beim Radio etwas zu sagen haben und stets um ihren Arbeitsplatz und ihr Geld fürchten müssen, begeben sich noch in Grabenkämpfe wo keine sein sollten.
Letztendlich geht es doch um das Radio.
Auf der Webseite radioszene.de wird seit Jahr und Tag von den Verantwortlichen das Innovationsradio angekündigt. Leider habe ich davon noch nichts im Radio gehört. Ich finde das Radio steckt in der Krise. Und da tut es verdammt nochmal Not, eine Diskussion anzuregen. Wir brauchen Initiativen wie diese - wir brauchen ein verlässliches, ehrliches und vielfältiges Radio. Und wenn ihnen diese Initiaitive nicht zusagt, dann gründen sie doch bitte ihre eigene Initiative. Aber bitte tun sie etwas. Machen sie es trotz ihrer Abhängigkeiten besser und sorgen sie für eine breite öffentliche Diskussion.
Ich wiederhole mich da nur zu gerne: Nur reintreten alleine recht nicht!!!
Ich wünsche den ″Fair-Radio″-Gründer bei der Preisverleihung viel Erfolg und allen ein gesundes und friedliches 2009!
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KOMMENTAR
Können nicht mal Alle ganz laaaaaange durchatmen?
Kommentar von Klaus Kinski, Hörer , Hier
Ich lese hier jetzt schon seit einer Woche mit und muss manchmal doch den Kopf schütteln. Ich kenne die Vorwürfe der Journalisten Lemmer und Lange. Ich kenne die Diskussion in den Radioforen. Vorweg muss ich sagen: Ich habe mal als Rundfunkjournalist gearbeitet (Für den HR, den SWR und viele andere) Inzwischen ist meine Auftragslage leider nicht mehr so wie früher. Kurzum: Ich beziehe Arbeitslosengeld II und bin selbst somit nur noch Radiohörer. Meinen Namen möchte ich nicht nennen. Deshalb habe ich in dem Formular eine Fantasieadresse und einen ebensolchen Namen angegeben.
Punkt 1:
Ich kann die Kritik an fair-radio, bzw. dessen Initiatoren in einigen Punkten durchaus verstehen und teilen. Es geht nicht, dass ein Initiator (Herr Max Foerster) auf der einen Seite einen Appel mit-innitiert, der sich gegen die Verbreitung von Hörfunk-PR –Beiträgen außerhalb von Werbeblöcken einsetzt und auf der anderen Seite genau diese Beiträge produziert. Ob er für die schlussendliche Platzierung der Beiträge verantwortlich ist, ist dabei vollkommen irrelevant. Er bietet die Produktion von Beiträgen an, dessen Verwendung fair-radio (wie ich finde zu recht) anprangert. Das geht nicht. Das schadet der Idee von fair-radio! Auch die Art und Weise wie fair-radio bislang mit der Kritik an Herrn Foerster umgegangen ist, halten ich nicht für besonders …sagen wir….“optimal“. Als Beobachter (und nur der bin ich) habe ich nicht den Eindruck dass man die Vorwürfe wirklich ernst nimmt.
Punkt2:
Manchmal verdeutlicht Übertreibung – in diesem Fall nicht. Der Vorwurf des Journalisten Lemmer an einen der Initiatoren wohlwollend über die BBC zu schreiben obwohl er selbst für die BBC arbeitet ist gelinde gesagt nicht nachvollziehbar.
Punkt3:
(Für mich der wichtigste) Alle sollten eventuell mal ganz in Ruhe gaaaaaaanz tief durchatmen. Ob die Initiatoren von fair-radio den „goldenen Prometheus“ verdient haben, mag ich nicht zu beurteilen. Das will ich auch nicht. Schließlich gibt es dafür eine Jury. Allerdings: Würde es einen Preis für einen „fairen Umgang mit Kritikern oder mit denen die man kritisiert“ geben: Dieser Preis würde zur Zeit wohl unbesetzt bleiben.
Herzliche Grüße und einen guten Rutsch!
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warum werde...
Kommentar von Xyflieger, Mensch, ON air
Warum werde ich den eindruck nicht los , dass hinter dem Schreiber aus Frankfurt Max Fortster steht?
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Ist die Radiowelt belemmert?
Kommentar von Michael Vogel, Radiohörer, Frankfurt am Main
Die Kritik von Herrn Lemmer bestätigt, das die ″Fair-Radio-Gründer″ zu recht für den ″Goldenen Prometheus″ nominiert worden sind. Oder kurz formuliert: betroffene Hunde bellen laut.
Die Kritik verdeutlicht nur eine unsägliche Ignoranz und Aroganz gegenüber den Radiohörern und den wenigen kritischen Radiomachern.
Herr Lemmer, Sie müssten es doch eigentlich selbst wissen: Es ist schwierig sich für ein glaubwürdiges Radio einzusetzen, wenn man auf der anderen Seite zusehen muss, wie und womit man jeden Monat sein Geld verdienen soll.
Herr Lemmer, in Ihrer Kritik könnte man meinen, in der Radiowelt wäre eitel Sonnenschein und die ″Fair-Radio″-Gründer wären nur eifersüchtige Nestbeschmutzer. Es fehlen Ihre Alternativen. Gibt es noch andere Initiativen, die sich mit der Thematik auseinandersetzen? Habe ich da irgendjemand übersehen? Wer sollte Ihrer Meinung nach für den ″Goldenen Prometheus″ nominiert werden? Ich persönlich sehe keine anderen Kandidaten, die mehr geeignet sind, als Frau Müller, Herr Seiwert-Fauti und Herr Förster.
Allein schon das die erwähnten Personen diesen Appell verfasst haben ist die Art von Selbstkritik, die ich in Ihren Texten zu keiner Zeit der Welt gelesen habe. Nur kräftig reintreten reicht eben nicht!
Übrigens, ich bin Radiohörer und nicht belanglos.
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Ein Vorschlag
Kommentar von Johannes Bohnen, Redakteur, B
Anstatt nur auf den Journalisten Lemmer und Langer herum zuhauen die dann doch die ein oder andere „Merkwürdigkeit“ über die Initiatoren von fair-radio beschreiben, stünde fair-radio derzeit ein wenig Selbstkritik wirklich ganz gut. :-)
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