Alle Artikel anzeigen
Antwort auf Kommentare von Dani + Klaus (23.12.08)
FAIR RADIO
23.12.2008
Zunächst einmal sind wir der Ansicht, dass es nicht verboten ist, seine Internetseite textlich zu verändern, wenn sich Hinweise ergeben, dass Texte dort missverstanden werden könnten und offenbar bereits missverstanden wurden.
Gleiches gilt für Max Foerster, einen unserer Mitbegründer.
Zu den Vorwürfen, die im Blog von Ulrike Langer gegen uns und Max Foerster erhoben werden:
1. Die Vorwürfe gehen von falschen Voraussetzungen aus:
FAIR RADIO hat in Sachen Hörfunk-PR nie die rigide Haltung vertreten, die Ulrike Langer formuliert.
Wir haben - anders als Frau Langer mit ausgewählten Zitaten zu belegen versucht - nie behauptet, dass das ANBIETEN von Hörfunk-PR grundsätzlich verwerflich wäre. Das wäre so unrealistisch wie Pressemitteilungen per se für verwerflich und schädlich zu halten.
Stattdessen haben wir - ähnlich wie Frau Langer das in Ihrem Blog anregt - für eine klare Trennung von werbenden und redaktionellen Beiträgen bzw. eine klare Kennzeichnung plädiert und das auch entsprechend als einen unserer Grundsätze formuliert:
PR-Beiträge gehören in den Werbeblock und nicht ins redaktionelle Programm.
(siehe Punkt 4 des Tutzinger Appells)
Anders ausgedrückt: Unsere Kritik richtet sich gegen die Radiomacher, die sich nicht an diese Trennung halten.
Hätte Frau Langer gewollt, hätte sie ausreichend Zitate, die diese differenzierte Haltung belegen, auf unserer Seite gefunden:
″Es ist nicht verboten, fertige Hörfunk-Beiträge als PR-Maßnahmen zu produzieren und den Redaktionen anzubieten. Das ist auch kein Skandal. Es ist oft genug auch gut gemachte Arbeit, die sich ohne großen Schnitt prima versenden lässt.
Doch genau an der Stelle stellen wir die kritischen Fragen:
Wie kommt so ein werbewirksamer Radio-Beitrag bei den Hörern an?″
(aus: Antwort auf den Kommentar von Herrn Bohnen -
Kommentar von Thomas Korte unter: ″Vorsicht vor der Bequemlichkeit″)
″Wir appellieren vor allem an die Radiokollegen, solchen Angeboten kritisch zu begegnen und möglichst auf sie zu verzichten beziehungsweise, sie in jedem Fall für die Hörer transparent zu machen.
Denn wir finden:
Die Hörer haben ein Recht darauf zu erfahren, woher Ihre Informationen kommen, und wer sie möglicherweise mit welchen Interessen verarbeitet hat.″
(aus: FAIR RADIO-Antwort auf einen Kommentar von Herrn Bohnen unter: ″Vorsicht vor der Bequemlichkeit″)
″Hörfunk-PR ist Hörfunk-PR unabhängig vom Absender. Und PR ist nicht verboten.
Verboten ist, sie gegen Bezahlung im redaktionellen Teil eines Senders auszustrahlen.″
(aus: FAIR RADIO-Antwort auf den Kommentar ″Pod FM gibt es nicht und...″ unter: ″Radiosender? Dauerwerbesender!″)
So gesehen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Frau Langer partout einen Widerspruch konstruieren wollte, wo gar keiner ist.
Und deshalb gilt 2.:
Die Tatsache, dass ein FAIR RADIO-Unterstützer Dienstleistungen im Bereich Hörfunk-PR anbietet, war und ist kein Widerspruch und bei Einhaltung der Spielregeln unproblematisch.
Im Sinne von FAIR RADIO ist es erfreulich wenn ein PR-Anbieter gegenüber Kunden deutlich auf die Rechtslage und Problematik hinweist und sich offen von Methoden distanziert, die Sender und Redaktionen zu Verstößen gegen den Rundfunkstaatsvertrag animieren könnten.
Es besteht kein Zweifel daran, dass Max Foerster das bisher schon gemacht hat.
Er hat sich schließlich namentlich, öffentlich und für alle nachvollziehbar für FAIR RADIO stark gemacht und sogar auf derselben Seite für FAIR RADIO und seine Audiodienstleistungen geworben.
Nun hat er nach den Anwürfen von Frau Langer seine Grundsätze offenbar noch deutlicher formuliert. Öffentlich.
Für uns wie gesagt - und vielleicht auch für Frau Langer, die sich ja ebenfalls regelmäßig für korrekten Journalismus stark macht - erfreulich.
Jedenfalls, wenn es einem um die Sache geht.
Die Anwürfe stellen unseres Erachtens also weder die Grundsätze des Tutzinger Appells in Frage noch das ehrenamtliche Engagement einzelner dafür.
In diesem Sinne nun aber endlich: FROHE UND FRIEDVOLLE WEIHNACHTEN.
Wir bitten um Verständnis, dass wegen der Feiertage wie angekündigt in der nächsten Tagen auf dieser Seite nicht viel passieren wird.
Bis dann
Ihre/Eure FAIR RADIO-Macher
Links zum Thema:
Alle Artikel anzeigen
Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung zum Thema !