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Journalistisch nicht korrekt.
Axel Buchholz, Journalist , Journalismus-Dozent (12.10.08)
12.10.2008
Meine Meinung dazu:
Die O-Töne können selbstverständlich von verschiedenen Sendern genutzt und auch von deren Moderatoren unterschiedlich anmoderiert werden.
Muster:
dieses und jenes beurteilt/sieht/kommentiert Korrespondent XY so... Wenn der Korrespondent (auch) für diesen Sender arbeitet: ... sieht unser Korrespondent/der Radio XY-Korrespondent so...
Meines Erachtens ist es aber journalistisch nicht korrekt, daraus ein jeweils eigenes Frage-Antwort-Interview zu machen.
Begründung: Der (Schein-)Interviewer hat die Frage-Leistung ja nicht selbst erbracht, schmückt sich also mit fremden Federn, macht seinen Hörern etwas vor.
Ein Journalist sollte das als unter seinem Niveau betrachten - abgesehen davon, dass er sich (und seinen Sender) damit unglaubwürdig macht.
Anmerkung von FAIR RADIO:
Axel Buchholz ist Honorarprofessor am Journalistischen Seminar
der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Er war Chefredakteur und stellvertretender Programmdirektor beim Hörfunk des Saarländischen Rundfunks. Von ihm stammen mehrere Standardwerke zum praktischen Journalismus.
FAIR RADIO hat Herrn Buchholz um eine Einschätzung des geschilderten Falles gebeten.
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