Alle Artikel anzeigen
widersprüchlich...
K. Thoms, Journalistin, Stuttgart (11.10.08)
Sehr geehrter Herr Paál,
ich tue mich bei Ihrem offenen Brief ein bisschen schwer, die tiefgreifende Kritik gegen Fair Radio zu finden. Vielmehr stimmen Sie in den meisten Punkten der Initiative und Ihrem Anliegen doch eigentlich zu, oder?
zu 1. Ich habe ehrlich gesagt den Eindruck, dass gerade Verfehlungen im TV ohnehin ein viel größeres Thema sind; viel öfter diskutiert werden (Stichwort: z.B. Schleichwerbungsskandale)
Warum also nicht auch mal das als Begleitmedium Nummer 1 etikettierte Radio näher beleuchten?
zu 2. Sie möchten kein fingiertes Interview (und Sie möchten ja auch selbst im ARD-Sammel-Angebot lieber keine O-Töne einfach so zur Verfügung stellen). Wenn es Ihnen also nur darum geht, voraufgezeichnete Interviews senden zu können - warum dies dann nicht vorher ansagen? Oder schmälert das dann ja vielleicht doch den (Aktualitäts-)Wert des Gesagten? Radio ist doch DAS Livemedium, viel mehr als das Fernsehen. Warum sollte man das nicht nutzen, sich auf die Fahnen schreiben, damit hausieren gehen?
zu 3. Auch hier sind Sie, Fair-Radio und ich sich ja eigentlich einig. Keine unnötige Etikettierung erwünscht.
Und die angesprochenen Kleinigkeiten: Haben Qualitätsverlust durch Stellenabbau und mangelnde Recherche, mehr Sorgfalt bei der Themensetzung nicht auch ganz erheblich miteinander zu tun?
Ich glaube, wir sind uns einig.
Hoffentlich nicht in Kleinigkeiten verheddert hat sich
Katharina Thoms.
Alle Artikel anzeigen
Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung zum Thema !