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... finde ich nicht
Bernhard Mittermaier, Hörer, Mönchengladbach (8.10.08.)
Sehr geehrter Herr Paál,
Ihr Hinweis auf die gängige Praxis in anderen Medien ist korrekt, aber es gibt bekanntlich keinen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht (bzw. bei zweifelhaften Praktiken).
Wenn Radio-Insider Praktiken im Hörfunk offen legen, dann bin ich als Medien-Konsument dafür dankbar (und zwar auch in der Deutlichkeit, in er es geschieht). Selbst wenn ähnliche Initiativen im Bezug auf andere Medien ein Desiderat sind, sollte FairRadio m.E. im Bezug auf den Hörfunk auch in dieser Deutlichkeit weiter machen.
Sie schreiben: ″In den meisten Fällen ist es den HörerInnen doch völlig wurscht, ob ein Interview voraufgezeichnet ist oder nicht..″
Das mag so sein. Es geht mir als Hörer auch nicht um die Tatsache der Aufzeichnung als solche, sondern um das Vertrauen in das Produkt. Manchmal merkt man es (wenn der London-Korrespondent in die Tagesthemen geschaltet wird und es dort noch taghell ist oder wenn Günter Jauch auf drei Kanälen gleichzeitig zu sehen ist), aber oft -und insbesondere im Radio- auch nicht. Wenn ich aber ″im Kleinen″ schon kein Verrauen mehr haben kann wie soll ich es dann im Großen haben?
Mit freundlichem Gruß
Bernhard Mittermaier
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