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5 echte Radiogeheimnisse,
mit denen Radiomacher Euch Hörer verarschen

Buzzfeed enthüllt: „22 Geheimnisse, die Dir Radiomoderatoren nicht verraten“.
Nur: Die wichtigsten Geheimnisse fehlen! Die Tricks nämlich, mit denen manche Radiomacher Euch Hörer verarschen. Hier die Top 5 unserer Enthüllungen der vergangenen Jahre:

1 Manche Moderatoren erfinden und spielen „Skandale“, damit Ihr Hörer Euch aufregt.

Die Masche ist immer dieselbe: Hauptsache Rabatz auf Sendung. Irgendwer hat angeblich was total Fragwürdiges gemacht. Ihr Hörer sollt Euch darüber empören und mitdiskutieren. Am besten tagelang. Das treibt die Quote hoch und bringt Aufmerksamkeit. Meist stellt sich hinterher raus, dass alles erfunden ist.

Beispiele:

2 Manche Moderatoren versprechen Euch Gewinne, die es gar nicht gibt, und täuschen Euch über die Gewinnchancen.

Gängige Masche hier: Euch Hörern wird auf Sendung vorgegaukelt, es gäbe Riesen-Gewinne. Im Kleingedruckten auf der Internetseite steht aber was ganz anderes. Oder die Moderatoren tun so, als wär ein Gewinnspiel total lokal mit nur wenigen Teilnehmern. In Wahrheit spielen aber Hunderttausende mit und die Chance ist so lala.

Beispiele:

3 Ziemlich viele Moderatoren tun so, als wäre alles live. Stimmt aber oft nicht.

Das Meiste im Radio ist aufgezeichnet. Doch selten machen die Moderatoren das klar. Sie behaupten stattdessen, sie hätten Stars live in der Show, obwohl die gar nicht da sind. Manchmal fordern sie Euch Hörer sogar noch zum Mitmachen auf, obwohl das gar nicht mehr geht.

Es gab auch schon Nachrichten, die nicht live, sondern in Wahrheit alt und von gestern waren.

Und noch krasser: Es wurden schon Interviews gesendet, da erzählen Leute über Dinge, die noch gar nicht passiert sind, weil man das Interview eben aufgenommen und versehentlich zu früh gesendet hat.

Beispiele:

"Kein Problem", sagt der Radiomacher. "Ich hab die Sendung ja schon heute Mittag aufgezeichnet. Mit allem Drum und Dran. Uhrzeiten, Wetterbericht. Alles fertig. Der Hörer merkt doch eh nicht, ob's live ist." Gut möglich. Aber wenn er's merkt, ist die Glaubwürdigkeit im Eimer.

“Kein Problem”, sagt der Radiomacher. “Ich hab die Sendung ja schon heute Mittag aufgezeichnet. Mit allem Drum und Dran. Uhrzeiten, Wetterbericht. Alles fertig. Der Hörer merkt doch eh nicht, ob’s live ist.” Gut möglich. Aber wenn er’s merkt, ist die Glaubwürdigkeit im Eimer.

Übrigens: Nicht live senden, nennt sich im Radio oft „Voicetracking“. Heißt: Der Moderator zeichnet jede Moderation vorher auf. Oft nur wenige Sekunden vorher. Aber eben vorher. In Wahrheit ist oft auch das der Grund, warum es inzwischen nur noch selten Pannen gibt beim Moderieren über das Intro eines Musiktitels: Der Moderator ist immer rechtzeitig fertig, ehe jemand zu singen anfängt, weil er seinen Text vorher aufnimmt und dann passgenau reinbastelt. Soviel zu Geheimnis 2 bei buzzfeed. Und ja schade: Viele Kollegen können’s nach wie vor live, dürfen das aber nicht mehr. Warum eigentlich?

4 Jede Menge Moderatoren tun so, als hätten sie mit Leuten geredet. In Wahrheit haben sie nie mit denen gesprochen.

Eine gängige Methode im Radio: Irgendwer befragt jemanden. Dann werden nur die Antworten raus geschnitten und ein anderer Moderator tut hinterher so, als hätte er das Gespräch geführt. Das kann auch Euch als ganz normale Interviewpartner treffen, wenn Ihr ein Interview gegeben habt. Selbst dann, wenn es ein richtig persönliches Gespräch über eine richtig persönliche (Familien-)Geschichte war.

Beispiele:

Im Radio ganz normal: Moderatoren sprechen mit Maschinen. Sie stellen Fragen und spielen voraufgezeichnete Antworten ein. Und der Hörer wird dabei oft hinters Licht geführt. Denn ihm erzählt man, der Gast sei live im Studio. fair radio findet: Es geht auch (auf)richtig.

5 Nicht wenige Moderatoren tun so, als würden sie neutrale Berichte senden. Doch die sind in Wahrheit bezahlte Werbung.

Ganz schön perfide. Denn Ihr Hörer sollt glauben, Ihr hört neutrale, gut recherchierte Informationen. Doch der Sender gibt nur weiter, was irgendein Unternehmen Euch weismachen will. Werbung eben, ohne Kennzeichnung. Damit die Firmen mehr von ihrem Kram verkaufen.Oder noch schlimmer: Damit irgendeine Gruppierung oder Partei so tun kann, als wäre ihre Sicht der Dinge die einzig wahre.

Beispiele:

Deshalb: Hör genau und lasst Euch nicht verarschen! Sagt uns, wenn Euer Sender Mist verzapft und Hörer verarscht. Wir gehen der Sache nach. Denn bei fair radio engagieren sich Radiomacher, die Hörer-Verarsche genau so doof finden wie ihr. Und wir wollen, dass das Radio sauber bleibt.

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